Wie hoch sind die Milcherzeugerpreise in Bayern?
Die Preise, die die Bauern für einen Liter Milch erhalten, sind unterschiedlich von Molkerei zu Molkerei. Die Preise sind seit Januar 2008 von durchschnittlich 41,5 Cent auf 24 Cent im März 2009 gefallen. Stellt eine Molkerei Eigenmarken (z. B. Berchtesgadener Land) her, erhalten die Bauern höhere Preise. Liefert eine Molkerei vor allem Handelsmarken (Milfina bei Aldi, Milbona bei Lidl), kann den Landwirten weniger ausgezahlt werden.
Milchpreise in Bayern bei 3,7 % Fett, 3,4 % Eiweiß, in Ct/kg, o. MwSt., ab Hof (Quelle LfL)
Warum fordern die Bauern höhere Erzeugerpreise?
Durch massive Steigerungen bei den Produktionskosten (Personal, Futtermittel, Agrardiesel und Strom, Versicherungen, Maschinen) ist mit dem derzeitigen Milchgeld keine gewinnbringende Milcherzeugung möglich.
Was passiert, wenn die Erzeugerpreise nicht steigen?
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Die derzeitigen Erzeugerpreise der Milchbauern sind vielfach wieder so
katastrophal, dass die Existenz der Betriebe gefährdet ist. Nur durch
deutlich höhere Milchpreise können landwirtschaftliche Betriebe mit
ihren Familien weiter von der Milcherzeugung leben und in diesem
Produktionszweig investieren. |
© Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft
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Niedrige Milchpreise bedeuten letztlich
für zahlreiche Betriebe das wirtschaftliche Aus und brächten eine
Abhängigkeit bei der Milcherzeugung von Importen aus dem Ausland.
Welche Möglichkeiten haben Verbraucher, die Bauern zu unterstützen?
Mit der bewussten Entscheidung, die „teurere“ Milch anstatt der Billig-Milch aus dem Discounter zu kaufen , honorieren Sie die Arbeit der Bauern. Über die höheren Preise für Eigenmarken der Molkereien (z. B. Berchtesgadener Milch) können Verbraucher die Forderungen der Bauern nach einer angemessenen Anerkennung ihrer Leistungen unterstützen.
Wie setzen sich die anteiligen Kosten (in %) für einen Liter Trinkmilch zusammen?
©VMB
Wie ist die Stimmung bei den Verbrauchern? - Preis von Milch, Joghurt und Käse ist entscheidend für den Einkauf
Eine von der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft durchgeführte repräsentative Studie hat untersucht, inwiefern die anhaltende Debatte über den Milchpreis das Verhalten bayerischer Verbraucher beeinflusst. Während gut die Hälfte der befragten Haushalte angibt, dass sich ihr Verhalten beim Einkauf von Milch und Milchprodukten durch die öffentliche Diskussion nicht verändert hat, haben andere unterschiedliche Konsequenzen gezogen. So achten 25 % der Verbraucher eher auf ein günstiges Preisangebot bei Milch, während 15 % gezielt teurere Milch kaufen. Die Ergebnisse überraschen insofern, als die Verbraucher in den vergangenen Monaten sehr sensibel auf die schwankenden Preise reagiert haben. Steigende Preise im Einzelhandel wurden prompt mit Kaufzurückhaltung quittiert.
Bezüglich ihrer Solidarität mit den Milchbauern sind sich die bayerischen Verbraucher jedoch einig. So geben 72 % der Befragten an, eher bereit zu sein, wieder mehr für die Milch zu zahlen, wenn dies den Landwirten zugutekommt.