Deutschland zählt zu den größten Agrarproduzenten in der EU
In der EU-25 ist Deutschland einer der größten Agrarproduzenten. Im Durchschnitt der Jahre 2003 bis 2005 gehörten die deutschen Landwirte bei 9 von 12 wichtigen Erzeugnisgruppen zum Spitzentrio der Produzenten. Bei drei Agrarprodukten nahm Deutschland den ersten Platz ein, so bei Raps (34 Prozent der Erzeugung der EU-25), bei Milch (20 Prozent) und Schweinefleisch (19 Prozent).
Quelle: DBV Situationsbericht 2007
Wirtschaftliche Leistungen haben einen hohen Stellenwert
Die Land-, Forstwirtschaft und Fischerei als Teil der Volkswirtschaft ist in Deutschland nach wie vor ein bedeutender Wirtschaftsbereich. Ihr Anteil an der Bruttowertschöpfung macht 2005 zwar nur 1,0 Prozent und an den Erwerbstätigen rund 2,2 Prozent aus, doch ist die volkswirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft wesentlich größer. Die deutsche Land-, Forstwirtschaft und Fischerei erzielte 2005 einen Produktionswert von 45,5 Milliarden Euro. Das ist erheblich mehr als der Umsatz des gesamten deutschen Textil- und Bekleidungsgewerbes mit 23,1 Milliarden Euro, des Papiergewerbes mit 30,5 Milliarden Euro oder der Herstellung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen mit 13,5 Milliarden Euro.
Quelle: DBV-Situationsbericht 2007
Jeder 9. Arbeitsplatz steht mit der Landwirtschaft in Verbindung
Die Land- und Forstwirtschaft ist zentrales Bindeglied und Impulsgeber für die vor- und nachgelagerten Bereiche des Agribusiness wie Futtermittel-, Landmaschinen-, Pflanzenschutz- und Düngemittelindustrie sowie Ernährungsindustrie, Holzgewerbe, Gastgewerbe und Nahrungsmittelhandel.
In Deutschland waren nach zuletzt für das Jahr 2000 vorliegenden Angaben 4,3 Millionen Menschen in der Landwirtschaft (einschließlich Forstwirtschaft und Fischerei) sowie in den ihr vor- und nachgelagerten Bereichen, dem so genannten Agribusiness, erwerbstätig. Damit sind 11,1 Prozent aller Erwerbstätigen - das ist jeder neunte Arbeitsplatz - direkt oder indirekt damit beschäftigt, Menschen mit Essen und Trinken zu versorgen und pflanzliche Rohstoffe für Nicht-Nahrungsmittelzwecke zu erzeugen.
Landwirtschaft ist wichtiger Teil der Wertschöpfungskette
Die deutsche Landwirtschaft sowie die ihr vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche erbrachten nach zuletzt für das Jahr 2000 vorliegenden Daten zusammen 553 Milliarden Euro oder gut 15 Prozent des in der deutschen Wirtschaft erzielten Produktionswertes. Gemessen an der volkswirtschaftlichen Bruttowertschöpfung beträgt der Anteil des Agribusiness 6,8 Prozent. Neben der Sicherung der Ernährung liefert die Land- und Forstwirtschaft in zunehmenden Maße nachwachsende Rohstoffe als Energie- und Baustoffträger.
Urlaub auf dem Bauernhof erfreut sich wachsender Beliebtheit
Tourismus-Forscher haben eine wachsende Tendenz zu naturnahen Urlaubsformen festgestellt. Das hautnahe Erleben der Natur in ländlichen Urlaubsgebieten erfreut sich wachsender Beliebtheit. Wurde Urlaub auf dem Bauernhof früher eher wegen seines günstigen Preises gewählt, so sind heute zunehmend auch andere Kriterien ausschlaggebend wie Ruhe, Naturnähe, Erlebenswelt für Kinder, persönliche Atmosphäre und das Kennenlernen ländlicher Tradition. Rund 25.000 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland bieten Urlaub auf dem Bauernhof an, davon knapp die Hälfte in Bayern. Auch die Feriengebiete profitieren vom Urlaubsziel Bauernhof, denn die Gäste tätigen auch Ausgaben in der Gastronomie und für das Freizeitvergnügen.
Einkäufe der Landwirtschaft stützen die übrige Wirtschaft
Die Landwirtschaft ist ein guter Kunde: Landwirte fragen viele Betriebsmittel, Investitionsgüter und Dienstleistungen nach. Es sind vor allem kleinere und mittlere Betriebe aus Handel, Handwerk und Gewerbe, die wirtschaftlich stark mit der Landwirtschaft verbunden sind. Viele Höfe nutzen darüber hinaus eine breite Palette von Dienstleistungen. Diese reichen von der Beratung in betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und produktionstechnischen Fragen, über Wartungsarbeiten bis hin zur Tiergesundheit und Qualitätsüberwachung der Produktion. Damit sind Bauern wichtige Nachfrager im gesamten industriell-gewerblichen sowie Dienstleistungsbereich und sichern dort Tausende von Arbeitsplätzen.
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Zahlen aus Bayern
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Wirtschaftliche Fakten sprechen für eine bedeutende Rolle der Land- und Forstwirtschaft. Jeder 9. Arbeitsplatz in Bayern hängt direkt oder indirekt mit dem Agrarbereich zusammen. Insgesamt sind dies über 600.000 Arbeitsplätze in der Land- und Forstwirtschaft sowie in den ihr vor- und nachgelagerten Bereichen und damit mehr als z. B. in der bayerischen Automobilindustrie.
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Die Land- und Forstwirtschaft gehört zu den umsatzstärksten Branchen in Bayern, sie steht an dritter Stelle nach Autoindustrie und Maschinenbau. In Bayern beläuft sich der Produktionswert einschließlich des vor- und nachgelagerten Bereichs auf rund 58 Mrd. Euro. Das sind etwa 15 Prozent des Produktionswertes der gesamten Wirtschaft Bayerns mit 385 Mrd. Euro.
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Zur heimischen Wirtschaftskraft tragen auch die Investitionen der Landwirtschaftsbranche bei, die in der Regel bei rund 2 Mrd. Euro in Bayern liegen. Die Investitionen in landwirtschaftliche Arbeitsplätze sind kapitalintensiv, was aber auch Wertschöpfung und Wirtschaftskraft im ländlichen Raum gewährleistet.
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Leistungsfähigkeit: 1 bayerischer Landwirt ernährte 2005 115 Menschen.
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Bayerische Produkte, Milch und Käse, Wurstwaren und Bier, erfreuen sich auch außerhalb der traditionellen Auslandsmärkte wie Italien, Frankreich und Österreich zunehmender Beliebtheit. Die bayerische Landwirtschaft hat im Jahr 2005 Nahrungsmittel im Wert von über 5 Mrd. Euro exportiert. |