Die Lebensqualität ist eng mit dem, was wir täglich essen und trinken, verbunden. Nicht von ungefähr kommt das Sprichwort „Essen hält Leib und Seele zusammen“.
Mit Schnäppchen-, Billigstpreisen oder Preissenkungen von 20 bis 30 Prozent für qualitativ hochwertige und kontrollierte Lebensmittel wie Milch und Joghurt, Käse und Fleisch, Wein, Gemüse und Obst lässt sich jedoch weder eine nachhaltige Erzeugung in heimischen Regionen noch eine qualitätsschonende Verarbeitung oder ein vielfältiges Lebensmittelangebot langfristig aufrecht erhalten. Dies gilt für Bio-Produkte wie für konventionell erzeugte Lebensmittel aus deutschen Landen.
Dass Essen mehr sein kann, als nur seinen Hunger zu stillen, zeigen unsere Nachbarn in Frankreich oder Italien. Hier wird ein bewusster Umgang und ein genussvoller Verzehr hochwertiger Nahrungsmittel geschätzt.
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Bullenmäster Frieder Meidert Landkreis Rosenheim:
„Die Schnäppchenpreise im Lebensmittelhandel spiegeln die geringe Wertschätzung unserer Nahrungsmittel wider. Beim Lebensmittel wird leider eher gespart als beim Futter für das Haustier. Wie kann es sonst sein, dass ein Kilogramm Katzen- oder Hundefutter mehr kostet als ein Kilogramm Fleisch?" |
Zu den Verlierern der ruinösen Rabatt-Schlacht gehören jedoch nicht nur die Bauern. Auch die Verbraucher bekommen die Folgen zu spüren.
Qualität hat ihren Preis
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Was für viele Verbraucher beim Kauf von Autos oder Kleidung ganz selbstverständlich ist, blenden viele bei Lebensmitteln aus. Doch von Billigangeboten haben die Verbraucher nur vordergründig und kurzfristig einen Vorteil. |
In vielen Supermärkten, vor allem in Discountern, lässt die Angebotsvielfalt zu wünschen übrig, stellte Thomas Isenberg von der Verbraucherzentrale Bundesverband fest. Zwischen der enormen Vielfalt im Anbau und dem eingeschränkten Angebot im Handel sei eine riesige Lücke, so Isenberg. Trotz der etwa 210 Kartoffel- oder 480 Karottensorten, die für den Anbau zugelassen sind, sei die Wahlmöglichkeit der Verbraucher auf wenige Sorten beschränkt. Indem alte Sorten in Vergessenheit geraten, schwinde für den Konsumenten die Möglichkeit, geschmackliche Erfahrungen zu sammeln. Die Geschmackskompetenz der Verbraucher nehme weiter ab.
Dabei ist das Lebensmittelangebot in Deutschland sehr vielfältig: Verbraucher können beispielsweise aus über 300 Brotsorten, mehr als 650 Käse- und über 1500 Wurstsorten wählen. Das ist Weltrekord. Diese Vielfalt droht bei weiterem Verkauf ausschließlich über den Preis in Gefahr zu geraten.
Verantwortungsbewusste Verbraucher können durch eine gezielte Auswahl an der Ladentheke dazu beitragen, dass der Lebensmittelhandel seine Verkaufsstrategie nicht allein über den Preis definiert. Sie haben es mit in der Hand, ob auch zukünftig heimische Lebensmittel, die höchste Qualität bieten und regelmäßigen Kontrollen unterliegen, in den Regalen zu finden sind.
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Gemüsebauer Peter Höfler aus Nürnberg:
„Verbraucher sind bei heimischen Gemüse bestens aufgehoben: Frischer als aus der Region geht es nicht. Während Gemüse aus dem Ausland bis zu einer Woche unterwegs ist, braucht Gemüse aus der Region nur einen Tag, bis es zum Verbraucher kommt." |
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Heimische Nahrungsmittel stehen für mehr Lebensqualität. |